![]() |
|
Kontakte:
|
Andere Encyclopädien
|
|
Werbung
|
Benutzte Werke
Krafft-Ebing: Psychopathia Sexualis
Roßmann/Weiß: Mann und Weib Fuchs: Sittengeschichte Diverse Sittengeschichten bis 1914 Zeitschriften von 1900-1913 |
Erotomanie ist eine Krankheit des Gemüts, welche sich in exzessiver Liebe zu Gegenständen, Umständen und Vorstellungen äußert, dergestalt, dass der von der E. Befallene sich in einem Zustande des Liebeswahns befindet, die sich auch in einer fixen Idde zu äußern vermag, wie etwa der schwärmerischen Liebe zu einer Person des andern Geschlechts.sinnlichen? Färbung entbehren kann.
Die E. stellt aber keineswegs eine selbständige psychische Erkrankungsform dar, sondern ist nur ein Symptom, welches in manchen Fällen von anderartigem Wahnsinn beobachtet wird. Dabei steht die E. im Zusammenhang mit dem Sexualwahn, wie wir ihn als Nymphomanie und Satyriasis kennen.
In extremen Fällen kann eine das gesamte Seelenleben vollständig beherrschenden, alle andern Interessen völlig überlagernde Krankheit hervortreten, wobei Teils lediglich eine Anomalie der Gefühlswelt, nicht aber der sonstigen Vorstellungswelt beobachtet wird. Die Erotomanie ist nach heutigem Stand der Forschung unheilbar, doch werden einige Erfolge in der Behandlung der reinen Nymphomanie berichtet.