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Pubertät

Der Eintritt der Pubertät aus kultureller Sicht


Die Pubertät heißt der Zustand der Geschlechtsreife, in dem sich der mensch entwickelt, um seine Gattung fortzupflanzen. Die P. tritt ein, sobald die zur Zeugung bestimmten Geschlechtsteile und die damit zusammenhängenden Organe ihre vollkommene Ausbildung beginnen und endet damit, dass diese voll funktionsfähig ausgeprägt sind. Die Pubertät tritt beim weiblichen Geschlechte früher ein als beim männlichen, so dass in unseren Breitengraden der Eintritt der Geschlechtsreife mit dem 12.-15. Lebensjahre, beim männlichen hingegen in das 15.-20. Lebensjahre vonstatten geht. In südlichen Ländern wie auch in den großen Städten kann die P, auch 1 bis 2 Jahre früher eintreten. Die volle Reife erlangen die pubertierenden nach 4–5 Jahren nach dem ersten erkennbaren Eintritt der P.


Währen der P. findet eine schnelle Entwicklung der Geschlechtsorgane und deren Eintritt in die Funktion statt, was sich anhand von Samenergüssen beim Manne und und dem Eintritt der Menstruation beim Mädchen zeigt. Die Entwicklung der Empfindungen schreitet oft deutlich langsamer voran und es bedarf oft vieler helfender Wegweisungen, bis der Jüngling oder die Jungfrau sich diese voll erschlossen hat.

Die geschlechtliche Entwicklung aus sexualpsychologischer Sicht.


Bislang wurden die Geschlechtsgefühle des jungen Mädchen und des jungen Mannes nur wenig untersucht. Seit wenigen Jahren hat aber eine neue Wissenschaft, die Sexualpsychologie, neue Erkenntnisse über die Entwicklung des Geschlechtsgefühle gefunden. Demnach entsteht das Geschlechtsgefühl unter regelmäßigen Verhältnissen etwa 2 Jahre nach dem Eintreten der Pubertät. Es ist anfangs undifferenziert, also nicht mit völliger Sicherheit auf das andre Geschlecht bezogen und daher manchmal in der Form einer sinnlich angehauchten Freundschaft enthalten.


Das Geschlechtsgefühl wandelt sich aber bald in sentimentale Schwärmerei, bis es etwa 4 oder 5 Jahre nach dem Eintreten der Geschlechtsreife gefestigt ist und sich eindeutig auf den Besitz einer Person des andern Geschlechts richtet. Während dieser Zeit gilt das Geschlechtsempfindens als besonders labil und als anfällig für Verwirrungen.


 
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